F-Gas Adieu – Alles was Sie wissen müssen

F-Gas Adieu – Alles was Sie wissen müssen

Wie wir im letzten Beitrag über den neuen Produktionsort der Luftentfeuchter in Schweden berichtet haben, wird die Luft für die Hersteller und Verwender von F-Gasen dünn! Zum einen will die EU mit der Verordnung 517/2014 Schritt für Schritt die Verwendung von fluoridierten Treibhausgasen senken und verbieten. Parallel dazu springen die Produzenten dieser Gase von diesem Markt ab. Wer investiert schon in ein sinkendes Schiff? In einem ersten Schritt wurde ein sogenanntes „Phase-Down“ gestartet. Es geht in diesem Schritt um die Begrenzung der zulässigen Kühlmittelmengen in Kälteanlagen, sowie Vorschriften über regelmässige Überprüfungen auf undichte Stellen im Kühlkreislauf durch den Hersteller. Je mehr F-Gas Kühlmittel vorhanden ist, desto häufiger müssen die Kontrollen erfolgen.

Der Markt mit F-Gasen wird immer unattraktiver. Die Nachfrage und das Angebot sinken stetig. Als Folge daraus ist der Preis in den letzten Jahren explosionsartig gestiegen.

Lesen Sie hier ein Zitat aus der Plattform „Krafthand“:
„Laut dem Experten für Klimaanlagen und Trainer für Thermomanagementsysteme Andreas Lamm sind die Preise des Kältemittels R134a von netto acht Euro pro Kilo auf netto 35 Euro pro Kilo gestiegen. Das entspreche einer Preissteigerung von mehr als 400 Prozent!“

Auswirkungen auf die Schweiz

Gemäss Stand heute des BAFU (Bundesamt für Umwelt) hat diese F-Gas Verordnung noch keine Auswirkungen auf die Schweiz. Auf kurz oder lang wird die Schweiz die Verträge automatisch übernehmen weil sich dazu keine bilateralen Verträge lohnen oder erstrebenswert sind.

Was sind F-Gase?

Unter den Begriff „F-Gase“ fallen folgende Gastypen: Schwefelhexafluorid (SF6), Stickstofftrifluorid (NF3), teilfluoridierte Kohlenwasserstoffe (HFKW) und perfluorierte Kohlenwasserstoffe (FKW). Diese verschiedenen Gase werden in der Klimabranche zur Herstellung von Luftentfeuchter, Klimaanlagen, Kühl- und Gefrierschränke, Kühlanlagen etc. verwendet. Sie kommen nicht nur häufig in Supermärkten in den Kompressoren der Kühlregale vor, sondern werden auch für Klimatisierungsanlagen in der Auto- Zug- und Schifffahrt verwendet. Sogar in Sprühdosen und Feuerlöscher sowie in Dämmmaterial von Baustoffen finden diese F-Gase Verwendung. Sie werden dort als „Treibgase“ bezeichnet.

Problem der F-Gase

Das Problem liegt vereinfacht gesagt im „GWP“-Wert dieser Gase. Das GWP (Global Warming Potential) gibt an, um welchen Faktor das F-Gas einen höheren Treibhauseffekt verursacht als Co2.

Beispiel: Das Kältemittel R134a (häufig in Luftentfeuchtern verwendet) hat ein GWP von 1300 – das heisst 1 Kilogramm des Kältemittels R134a, hat das gleiche Treibhauspotential wie 1300kg Co2. Eine Auflistung dieser Gase sehen Sie in dieser F-Gas Tabelle. Das mit Abstand stärkste F-Gas bzw. mit dem höchsten GWP ist „FCKW“. Es verfügt über ein tausendfaches Global Warming Potential (GWP) als Co2 und ist Hauptverantwortliche für das Ozonloch. Aus diesem Grund wurde es vor einiger Zeit durch staatliche Regelungen aus dem Handel verbannt. Als Alternative kamen die F-Gase in den Handel. Diese schonen zwar die Ozonschicht, spielen aber in der globalen Erwärmung eine essentielle Rolle. F Gase haben teilweise ein GWP von bis zu 30`000! Also 30`000 mal höher als Co2! Alleine die F Gase belasten das Klima im gleichen Masse wie der weltweite Flugverkehr!

Wood`s Luftentfeuchter ohne F-Gase

Seit die Produktion der Wood`s Luftentfeuchter in Mariestad (Schweden) im Gange ist, wird konsequent auf F-Gas verzichtet! Wir verwenden in der Prodma AB in Schweden das natürliche Propan R290. Somit hat Wood`s die ersten Luftentfeuchter, die komplett auf Treibhaus- und ozonschichtschädigende Gase verzichtet und ist Vorreiter in der Herstellung von nachhaltigen Luftentfeuchtern. Was ist Propan (R290)? Obwohl der Begriff Propan oder R290 sehr technisch tönt, kamen Sie schon unzählige Male mit diesem Gas in Kontakt. Sei es beim Grillieren mit Ihrem Gasgrill oder spätestens bei den Woods Luftentfeuchtern. 🙂 Es handelt sich dabei um einen Kohlenwasserstoff. Im Gegensatz zu den F-Gasen weist das Propan keine ozonschichtzerstörende oder Treibhauseffekt verstärkende Wirkung. Die extrem gute Umweltverträglichkeit macht sich alleine dadurch erkennbar, dass man zu Entsorgungszwecken das Gas in die Atmosphäre ablassen kann. Das Gas darf dabei nicht in Innenräume oder in Lüftungsschächte etc. gelangen.

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Direkt zum Amtsblatt der Europäischen Union
Schwedische Entfeuchter ohne F-Gase

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