Hitzesommer 2018: Hitzetod Luftentfeuchter?

Hitzesommer 2018: Hitzetod Luftentfeuchter?

In der Schweiz herrscht heisses und extrem trockenes Klima! Sogar der Hitzesommer von 2013 wurde übertroffen. Das Jahr 2018 ist bereits das Niederschlagsärmste seit knapp 100 Jahren!
In diesem Artikel beantworten wir die gängigsten Fragen rund um das Thema Luftentfeuchtung im Sommer und deren Auswirkungen auf das Luftentfeuchtungsgerät.

1. Darf ich in diesem heissen und trockenen Klima den Keller lüften?

Den Entfeuchter bei dieser Hitze und Trockenheit auszuschalten, scheint beim aktuellen Wetter nichts als logisch. Seien Sie vorsichtig! Wenn Sie draussen 30°C mit 50% Feuchtigkeit messen, trägt die Luft noch satte 15.18g Wasser pro m3!
Vermischt sich diese Luft mit der 20°C kühlen Kellerluft, haben Sie im nu 90% Luftfeuchtigkeit!
Das Problem liegt an der kühlen Kellerluft die bei 20°C mit 15.18g Wasser pro m3 bereits zu 90% gesättigt ist. Wenn die Kellertemperatur in der Nacht zusätzlich sinkt, ist die Luft übersättigt (über 100%) und das Wasser muss kondensieren (Luft kann die Feuchtigkeit nicht mehr tragen). Scheiben, Wände und andere glatten Oberflächen im Keller beginnen zu schwitzen. Dieses Wasser zieht ins Mauerwerk ein und schädigt die Bausubstanz

Fazit: Halten Sie im Keller selbst bei extrem trockenen und heissen Aussentemperatur unbedingt alle Türen und Fenster geschlossen und lassen Sie ihren Entfeuchter eingeschaltet! Ihre Mauern und die Bausubstanz werden es Ihnen danken.

2. Soll ich den Entfeuchter im Dachstock ausschalten?

Der Dachstock ist im Sommer meistens die wärmste Zone im Haus. Sorgen Sie daher speziell in den wärmsten Monaten des Jahres für ausreichend Durchlüftung. Solange es draussen nicht regnet, können Sie die Fenster nachts öffnen und tagsüber geschlossen halten. Falls keine strukturelle Beschädigung des Daches vorliegt kann der Entfeuchter während dieser Zeit ausser Betrieb genommen werden und gegebenenfalls im Keller platziert werden. Kontrollieren Sie in jedem Fall mindestens einmal pro Woche die relative Feuchtigkeit. Sollte diese widererwarten ansteigen, nehmen Sie sofort den Entfeuchter in Betrieb.

3. Hitzetod Luftentfeuchter: Luftentfeuchter Schäden wegen Hitze?

Grundsätzlich haben moderne Luftentfeuchter eine automatische Ausschaltfunktion sobald Temperaturen von über 35°C und unter 5°C erreicht werden. Diese dient dem Kompressorschutz und verlängert die Lebensdauer des Entfeuchters. Billiggeräte von tiefer Qualität sind nicht im Stande solchen klimatischen Bedingungen langfristig Stand zu halten. Entweder versagt mit der Zeit die Mikroelektronik, die Steuerplatine geht kaputt oder der Kompressor blockiert.
Hochwertige Geräte welche aus vorwiegend mechanischen Bestandteilen gefertigt sind, haben eine deutlich höhere Temperaturtoleranz.
Haben Sie zu Hause ein Wood`s Luftentfeuchter der DS oder ED-Linie (Profilinie), müssen Sie sich wegen der Temperatur keine Gedanken machen. Wir verwenden bei diesen Geräten nur sehr hochwertige Kompressoren. Die Geräte schalten zudem bei Überhitzung aus. Alle anderen Wood`s Geräte verfügen ebenfalls über eine automatische Ausschaltfunktion. Jedoch können die Steuerung sowie Kompressor darunter leiden. Brandgefahr oder das Risiko eines Defekts können jedoch gänzlich ausgeschlossen werden. Wir lassen die Wood`s Geräte regelmässig durch diverse unabhängige Prüfinstitute wie Rhos etc. testen, um höchste Sicherheitsansprüchen zu entsprechen.

4. Heizt ein Luftentfeuchter? – Erwärmt ein Luftentfeuchter die Raumluft?

Oftmals hören wir die Frage, ob ein Luftentfeuchter den Raum aufwärmt. Speziell im diesjährigen Hitzesommer ist dies selbstverständlich nicht wünschenswert.

Der Kompressorentfeuchter arbeitet wie es der Name bereits verrät mit einem Kompressor. Darin wird das Gasförmige Kühlmittel verdichte und erhitzt. Anschliessend fliesst es vom Kompressor direkt durch ein Wärmerückgewinnungsregister, wo es durch den Luftstrom gekühlt wird. Die Kälte entsteht durch die anschliessende Überleitung in den Verdampfer. Dabei wird das Kältemittel von dünnen in breitere Schläuche verdampft und Kälte entsteht. Das Funktionsprinzip ist gleich wie bei einem Deodorant Spray. Wo der Deo Strahl rausspritzt, wird es wegen der Expansion des Gases kalt. Zuerst wird die Luft an den Kälteelementen bzw. Verdampfer vorbeigezogen, passiert dann das Wärmerückgewinnungsregister und fliesst vor Austritt in den Raum zu kühlzwecken am erwärmten Kompressor vorbei. Nach all diesen Prozessen hat sich die Luft um ca. 1-3°C erwärmt.

Fazit:
Die Aussage ist berechtigt, dass ein Kompressorentfeuchter die Raumluft um 1-3°C erwärmt.

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